Die Arbeit auf einer chirurgischen Station und die operative Pflege sind nicht mit der Arbeit auf einer inneren Station vergleichbar. In der 73. Folge von „gut gepflegt“, dem Pflege-Podcast aus dem Unternehmen Menschlichkeit, gibt David Dehnel Einblicke in die Arbeit einer chirurgischen Pflegekraft.
„Wir haben den gleichen Pflegekodex wie unsere Kollegen auf kardiologischen, gastroenterologischen oder neurologischen Stationen. Aber unsere Tagesstrukturen sind komplett unterschiedlich.“
So versucht David Dehnel, hauptamtlicher Praxisanleiter und IMC-Fachpfleger, zu erklären, wie seine Arbeit und die Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen auszeichnet.
Eine Besonderheit der chirurgischen oder operativen Pflege besteht zum Beispiel darin, dass die ärztliche Visite schon um kurz nach 7 Uhr stattfindet. Fragen, die nicht geklärt sind, bleiben erstmal offen – weil die Ärzte in den OP müssen.
Ein interdisziplinäres Plus für unsere chirurgischen Patienten
Trotzdem entgegnet David Dehnel:
„Wir in der Pflege sind sehr gut aufgestellt und können die meisten Fragen unserer Patienten beantworten.“
Selbstverständlich gibt es Fälle oder Informationen, die nur ärztliches Personal weitergeben darf.
Deshalb wurde auf der A2 im Krankenhaus Martha-Maria St. Theresien vor einiger Zeit eine Kurvenvisite am Nachmittag eingeführt, bei der Pflege, Therapie-Abteilung und ärztliches Personal noch ein zweites Mal über Anpassungen diskutieren können.
Stress – aber anderer Stress
Dass der Arbeitsalltag auf chirurgischen oder orthopädischen Stationen stressig ist, steht außer Frage. Doch auch an dieser Stelle gibt es Unterschiede.
„Die Kollegen auf inneren Stationen haben pflegerisch aufwändigere Patienten. Dafür haben wir oft Patienten, die gestürzt sind, und beispielsweise aus dem Seniorenzentrum viele Grunderkrankungen mitbringen.“
Der Fokus in der operativen Pflege liegt – je nach operierter Körperregion – auf der schmerzreduzierten Mobilisation oder einer Regulierung der Ausscheidungen.
Operative Schwerpunkte und Motivation
Welche Unterschiede gibt es zwischen Unfallchirurgie und Viszeralchirurgie? Wie sieht die interdisziplinäre Zusammenarbeit aus? Wieso sind Narkosen eine Herausforderung? Und: Warum ist David Dehnel nach über 20 Jahren noch immer in die Chirurgie verliebt?
Diese und weitere Fragen beantwortet David Dehnel in der 73. Folge von „gut gepflegt“, dem Pflege-Podcast aus dem Unternehmen Menschlichkeit.
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